Reihenhaus Bj. 1968 mit Komplettsanierung auf KfW 70
Familie mit Reihenhaus von 1968: über zwölf Monate von Energieklasse G auf B, Wärmepumpe statt Gaskessel, hydraulischer Abgleich und gedämmte Hülle. iSFP-Bonus, KfW 261 und steuerlicher Hebel strategisch kombiniert.
Grünwald (Landkreis München)
Données clés
Amélioration énergétique
Situation initiale
Das Reihenhaus aus 1968 stand vor der typischen Eigentümerwechsel-Situation: 30 Jahre alter Gaskessel, ungedämmte Fassade, einfach verglaste Fenster aus den 90ern. Die GEG-Austauschpflicht für Konstanttemperatur-Heizkessel wurde innerhalb der 2-Jahres-Frist nach Eigentümerwechsel akut. Gleichzeitig wollten die Eigentümer das Haus auf 25+ Jahre Familienwohnen ausrichten — keine Halbsanierung, keine späteren Nachjustierungen.
Notre approche
Im iSFP haben wir eine 18-Monats-Roadmap mit drei Maßnahmen-Wellen entworfen: erst Hülle (Dach, Wand, Fenster, Kellerdecke), dann Heizung (Wärmepumpe + Niedertemperatur-Heizkörper + hydraulischer Abgleich), zuletzt erneuerbare Eigenerzeugung (PV + Speicher) und Lüftung. Die Reihenfolge war kein Selbstzweck — sie war die Voraussetzung für den iSFP-Bonus auf die Folgemaßnahmen und die hohe Effizienzhaus-Förderung von KfW 261. Anträge wurden vorab vorbereitet, alle Beauftragungen erfolgten erst nach Antragsbestätigung.
Résultat
Nach zwölf Monaten Sanierungsdauer: Energieklasse von G auf B, Primärenergiebedarf von 248 auf 64 kWh/m²a (Bedarfsausweis, neu ausgestellt). Die Heizkosten gingen erfahrungsgemäß sehr deutlich zurück; der PV-Eigenverbrauchsanteil senkt die laufenden Energiekosten zusätzlich. Wichtig für die Eigentümer: die Sanierung wurde aus Eigenmitteln, KfW-Kredit und Tilgungszuschuss kombiniert finanziert — die effektive monatliche Belastung blieb im Bereich der vorherigen Gasrechnung plus moderater Kredittilgung.
Mesures réalisées
- Außenwand-Dämmung mit Mineralfaser (16 cm WLG 035)
- Dachsanierung mit Aufsparrendämmung und neuer Dampfsperre
- Kellerdecken-Dämmung von unten
- Fenster-Komplettaustausch auf 3-fach-Verglasung
- Luft-Wasser-Wärmepumpe in monoenergetischer Auslegung
- Heizkörper-Tausch auf Niedertemperatur-Modelle
- Hydraulischer Abgleich Verfahren B
- Photovoltaik 9 kWp mit 8 kWh Speicher
- Geregelte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
Programmes de subvention utilisés
- BAFA EBN (Energieberatung Wohngebäude)
- KfW 261 — Effizienzhaus 70 EE
- iSFP-Bonus 5 % auf BEG-EM-Folgemaßnahmen
- § 35c EStG — alternativ steuerlich geprüft, nicht parallel angewendet
Chorégraphie de financement
Im iSFP wurde die Sanierungsreihenfolge so gelegt, dass nach dem ersten Heizungstausch alle weiteren Einzelmaßnahmen den 5 %-Bonus mitnehmen konnten. KfW 261 brachte den Tilgungszuschuss-Hebel auf die Komplettsanierung; § 35c EStG war geprüft, aber wirtschaftlich der KfW-Weg überlegen. Förderquoten wurden im Erstgespräch konkret kalkuliert — wir nennen hier bewusst keine Punktwerte, weil die exakten Konditionen je nach Antragsjahr variieren.
Données économiques clés
Investissement brut (estimation)
ca. 240.000 € – 295.000 € brutto
Part propriétaire effective
erfahrungsgemäß etwa 50–60 % der Brutto-Investition nach Förderung