Glossaire conseil énergétique
Termes techniques autour de BAFA, KfW, iSFP, GEG et de la rénovation — courts, précis, avec des exemples concrets.
A
- A/V-VerhältnisBauphysik
Das A/V-Verhältnis beschreibt das Verhältnis der wärmeübertragenden Hüllfläche zum beheizten Gebäudevolumen. Je kleiner der Wert, desto kompakter und energieeffizienter das Gebäude. Wichtig für die Wirtschaftlichkeit von Dämmmaßnahmen und die Gesamtenergieeffizienz.
- AbluftanlageLüftung
Eine Abluftanlage ist die einfachste Form der mechanischen Lüftung. Sie saugt verbrauchte Luft aus Feuchträumen ab, während Frischluft über Außenluftdurchlässe nachströmt. Ohne Wärmerückgewinnung, daher energetisch ungünstig.
- AufsparrendämmungDämmung
Bei der Aufsparrendämmung wird die Dämmschicht oberhalb der Dachsparren auf der gesamten Dachfläche verlegt. Durchgehende Dämmebene ohne Wärmebrücken, Dachstuhl bleibt sichtbar, kein Wohnraumverlust. Bevorzugtes Verfahren bei Dachsanierungen.
- Außenluftdurchlass (ALD)Lüftung
Ein Außenluftdurchlass ist eine geregelte Öffnung in der Gebäudehülle, die für kontrollierten Frischlufteintritt sorgt. Wichtig bei Abluftanlagen oder zur Nachströmung bei Dunstabzugshauben. Moderne ALDs sind schallgedämmt und feuchtegesteuert.
B
- BAFA — Bundesamt für Wirtschaft und AusfuhrkontrolleFörderung
Das BAFA ist die zentrale Bewilligungsstelle für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Es bearbeitet Zuschussanträge für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle sowie für Lüftungsanlagen. Heizungsförderung läuft seit 2024 über die KfW.
- BedarfsausweisEnergieausweis
Der Bedarfsausweis ist ein Energieausweis, der auf einer technischen Berechnung der Gebäudehülle und Anlagentechnik basiert. Er zeigt den theoretischen Energiebedarf bei Normbedingungen und ermöglicht objektiven Vergleich. Basis für alle KfW/BAFA-Förderanträge.
- BEG EM — Subvention fédérale pour bâtiments efficaces — mesures individuelles (Bundesförderung effiziente Gebäude Einzelmaßnahmen)Förderung
La BEG EM (Bundesförderung für effiziente Gebäude — Einzelmaßnahmen, subvention fédérale pour bâtiments efficaces — mesures individuelles) finance des mesures individuelles de rénovation énergétique telles que chauffage, isolation, fenêtres, ventilation. Demande AVANT la commande. La subvention chauffage passe par la KfW (programme 458, à partir des particuliers), l’enveloppe par le BAFA.
- Blower-Door-Test (siehe Luftdichtheit)Bauphysikvoir Luftdichtheit / Blower Door
Der Blower-Door-Test ist ein Differenzdruckverfahren nach DIN EN 13829 zur Messung der Luftdurchlässigkeit der Gebäudehülle. Ein Ventilator erzeugt Unter-/Überdruck von 50 Pascal, gemessen wird die Luftwechselrate n50.
- BnD — Confirmation après réalisationKfW
La BnD (Bestätigung nach Durchführung, confirmation après réalisation) est le document de clôture obligatoire d’une rénovation subventionnée par la KfW. L’expert en efficacité énergétique y confirme que les mesures demandées dans la BzA ont été mises en œuvre dans les règles de l’art. Elle est la condition préalable au versement de la subvention au remboursement (Tilgungszuschuss).
- Bonus iSFP de 5 pour centFörderung
Le bonus iSFP est un complément de subvention sur les mesures isolées BEG-EM lorsque celles-ci sont recommandées dans un plan de rénovation individuel (iSFP) valide. Actuellement, le bonus s’élève à 5 points de pourcentage en sus de la subvention de base.
- BrennstoffzellenheizungHeiztechnik
Eine Brennstoffzellenheizung erzeugt elektrochemisch gleichzeitig Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung). Elektrischer Wirkungsgrad ca. 40%, Gesamtwirkungsgrad über 90%. Geeignet für hohen Grundwärmebedarf und Eigenstrombedarf.
- BrennwertkesselHeiztechnik
Ein Brennwertkessel nutzt zusätzlich zur Verbrennungswärme auch die Kondensationswärme des Wasserdampfs im Abgas. Dadurch werden Nutzungsgrade von bis zu 98% erreicht. Voraussetzung: niedrige Rücklauftemperaturen und säurebeständiger Abgasweg.
- BzA — Confirmation pour la demandeKfW
La BzA (Bestätigung zum Antrag, confirmation pour la demande) est un document obligatoire pour les subventions KfW de rénovation énergétique. Elle doit être établie avant la commande des artisans, est délivrée par l’expert en efficacité énergétique (EEE) et déposée auprès de la KfW via la banque domiciliaire (Hausbank).
C
- Coefficient de performance annuel (JAZ — Jahresarbeitszahl)Wärmepumpe
Le coefficient de performance annuel (JAZ) mesure l’efficacité moyenne d’une pompe à chaleur sur une année de chauffe complète. Il tient compte des variations de température extérieure et de départ ainsi que des énergies auxiliaires. Une JAZ de 3,5 signifie : 1 kWh d’électricité fournit 3,5 kWh de chaleur.
- COP — Coefficient de performanceWärmepumpe
Le COP (Coefficient of Performance, coefficient de performance) est un instantané de l’efficacité d’une pompe à chaleur : rapport entre la puissance thermique restituée et la puissance électrique absorbée à un point de fonctionnement défini. Valeurs typiques : 3 à 5.
D
- DachdämmungDämmung
Die Dachdämmung reduziert Wärmeverluste über die oberste Geschossdecke oder das geneigte Dach. Drei Varianten: Aufsparren-, Zwischensparren- oder Untersparrendämmung. Mindestanforderung GEG: U ≤ 0,24 W/(m²K). Für BEG-Förderung: U ≤ 0,14 W/(m²K).
- Dampfbremse / DampfsperreBauphysik
Eine Dampfbremse ist eine Folie auf der Raumseite von Dachflächen und Außenwänden, die den Wasserdampfdiffusionsstrom in die Konstruktion begrenzt. Sie verhindert Tauwasserausfall in der Dämmung. sd-Wert: 2–1500 m.
- Dezentrale LüftungLüftung
Dezentrale Lüftungsgeräte werden raumweise in die Außenwand eingebaut und arbeiten im Wechselbetrieb. Wärmerückgewinnung bis 90%. Vorteil: kein Leitungsnetz, einfache Nachrüstung. Kosten: 400–800 €/Gerät inkl. Montage.
- Diffusionsberechnung (Glaser-Verfahren)Bauphysik
Die Diffusionsberechnung nach Glaser (DIN 4108-3) prüft, ob in einem Bauteilaufbau Tauwasser durch Wasserdampfdiffusion ausfällt. Vereinfachtes stationäres Verfahren für den Winter. Bei kritischen Konstruktionen erforderlich: hygrothermische Simulation.
- DruckdifferenzverfahrenBauphysik
Das Druckdifferenzverfahren (DIN EN 13829) ist das standardisierte Messverfahren zur Bestimmung der Luftdichtheit von Gebäuden mittels Blower-Door. Kennzahl: n50-Wert. Messprotokoll notwendig für KfW-Förderung.
E
- EEE — Expert en efficacité énergétiqueFörderung
Les experts en efficacité énergétique (EEE) sont des professionnels qualifiés inscrits sur la liste d’experts dena pour les subventions fédérales. Leur intervention est une condition préalable à de nombreux programmes de subventions BAFA et KfW dans le secteur du logement.
- EigenverbrauchsquotePhotovoltaik
Die Eigenverbrauchsquote gibt den Anteil des selbst erzeugten PV-Stroms an, der direkt im Haushalt verbraucht wird. Ohne Speicher: 20–35%, mit Speicher: 50–80%. Wichtig für Wirtschaftlichkeit, da Eigenverbrauch Strombezugskosten spart.
- EinblasdämmungDämmung
Einblasdämmung ist ein Verfahren, bei dem lose Dämmstoffe maschinell in Hohlräume eingeblasen werden. Typische Anwendung: Kerndämmung zweischaliger Wände, Geschossdecken, Dachschrägen. Fugenfreie Dämmung, kosteneffizient.
- EmissionsgradBauphysik
Der Emissionsgrad gibt an, wie viel Wärmestrahlung eine Oberfläche abgibt. Normale Baustoffe haben Werte um 0,9. Low-E-Beschichtungen auf Isolierglas haben Werte von 0,03–0,1 und reflektieren Wärmestrahlung zurück in den Raum.
- EndenergiebedarfEnergieausweis
Der Endenergiebedarf ist die Energiemenge, die dem Gebäude nach Abzug von Anlagenverlusten zur Verfügung stehen muss. Angabe in kWh/(m²·a). Basis für die Energieeffizienzklassen A+ bis H im Energieausweis.
- Energetische AmortisationWirtschaftlichkeit
Die energetische Amortisation beschreibt die Zeit, bis eine Sanierungsmaßnahme durch Energieeinsparung die investierte Graue Energie wieder eingespielt hat. WDVS amortisiert sich in 12–18 Monaten energetisch.
- EnergieeffizienzklasseEnergieausweis
Die Energieeffizienzklasse (A+ bis H) ist eine farbliche Einstufung im Energieausweis basierend auf dem Endenergiebedarf bzw. -verbrauch. A+ unter 30 kWh/(m²·a), H über 250 kWh/(m²·a). Seit Mai 2021 Pflicht in Immobilienanzeigen.
- ErdkollektorWärmepumpe
Ein Erdkollektor ist ein horizontal in 1,2–1,5 m Tiefe verlegtes Rohrleitungssystem zur Nutzung oberflächennaher Erdwärme für Sole-Wasser-Wärmepumpen. Flächenbedarf: ca. 1,5–2,5-fache der beheizten Wohnfläche.
- ErdsondeWärmepumpe
Eine Erdsonde ist ein vertikales Rohrsystem, das 50–150 m tief ins Erdreich gebohrt wird, um konstante Temperaturen als Wärmequelle zu nutzen. Hohe JAZ von 4,0–5,0, kein Flächenbedarf. Ideal bei kleinen Grundstücken.
- EWärmeG Baden-WürttembergGesetz
Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz ist ein Landesgesetz in Baden-Württemberg, das seit 2010 bei Heizungstausch 15% erneuerbare Energien vorschreibt. Erfüllungsoptionen: Solarthermie, Wärmepumpe, Biogas, Holzheizung, PV-Strom.
F
- Facteur d’énergie primaire (Primärenergiefaktor)Energieausweis
Le facteur d’énergie primaire (fp) indique la quantité d’énergie primaire nécessaire pour fournir une quantité donnée d’énergie finale pour le chauffage et l’eau chaude. Il tient compte des chaînes amont, de l’extraction au transport, en passant par la transformation du vecteur énergétique.
- Festsetzungsbescheid (notification de décision définitive de subvention)Förderung
Le Festsetzungsbescheid est le document administratif contraignant par lequel un organisme de subvention fixe le montant définitif de la subvention après examen du justificatif d’utilisation. Il sert de base au versement et est juridiquement contraignant.
- FKG Munich — Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude (programme municipal pour bâtiments climatiquement neutres)Förderung
Le FKG (Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude, programme de subvention de la Ville de Munich pour bâtiments climatiquement neutres) est une subvention municipale pour les rénovations énergétiques et les énergies renouvelables sur le territoire de la ville de Munich. Cumulable avec les subventions fédérales BEG/KfW.
- FlächenheizungHeiztechnik
Flächenheizungen (Fußboden-, Wand-, Deckenheizung) arbeiten mit großen Heizflächen und niedrigen Vorlauftemperaturen (28–35 °C). Ideal für Wärmepumpen (hohe JAZ) und regenerative Systeme.
- Förderfähige KostenFörderung
Förderfähige Kosten sind alle für die Förderung anrechenbaren Ausgaben einer energetischen Maßnahme: Material, Handwerkerleistung, Baunebenkosten, Energieberatung. Nicht förderfähig: Eigenleistung, reine Instandhaltung.
- fp-Wert (siehe Primärenergiefaktor)Energieausweisvoir Primärenergiefaktor
Der fp-Wert (Primärenergiefaktor) bewertet die ökologische Qualität des Energieträgers durch Berücksichtigung der Vorkette. Strom-Mix 1,8 (ab 2025: 1,2), Erdgas 1,1, Umweltwärme 0,0. Entscheidend für KfW-Förderung und GEG-Nachweis.
- FugenlüftungLüftung
Fugenlüftung ist der unkontrollierte Luftaustausch durch Undichtigkeiten in der Gebäudehülle. In Altbauten oft 0,5–2,0 Luftwechsel/h, in sanierten Gebäuden unter 0,1 h⁻¹. Hohe Fugenlüftung bedeutet hohe Lüftungswärmeverluste.
G
- g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad)Fenster
Der g-Wert gibt an, wie viel solare Energie durch eine Verglasung ins Gebäudeinnere gelangt. Standard-Dreifachglas: g ca. 0,50–0,60, Sonnenschutzglas: g ca. 0,25–0,40. Wichtig für sommerlichen Wärmeschutz nach GEG.
- GEG — Loi allemande sur l’énergie des bâtiments (Gebäudeenergiegesetz)GEG
La loi allemande sur l’énergie des bâtiments (GEG) est la loi centrale en Allemagne sur l’efficacité énergétique des bâtiments. Elle réunit l’EnEV, l’EnEG et l’EEWärmeG et régit les exigences pour le neuf, la rénovation, le remplacement de chauffage ainsi que les certificats énergétiques.
- Grauer Energie-GehaltNachhaltigkeit
Graue Energie ist die Energiemenge, die für Herstellung, Transport, Lagerung und Entsorgung eines Bauprodukts aufgewendet wird. EPS-Dämmung ca. 450 kWh/m³, Steinwolle 150 kWh/m³, Zellulose 50 kWh/m³.
- Grenzwert / MindestwärmeschutzBauphysik
Der Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 definiert U-Wert-Grenzwerte, um Tauwasser, Schimmel und Bauschäden zu verhindern. Außenwand: U ≤ 0,35 W/(m²K), Fenster: U ≤ 1,3 W/(m²K). GEG-Anforderungen sind höher als Mindestwärmeschutz.
H
- Heizkörper-AuslegungHeiztechnik
Die Heizkörper-Auslegung bestimmt die erforderliche Heizleistung pro Raum bei definierten Systemtemperaturen. Bei Wärmepumpen-Nachrüstung oft Heizkörpertausch nötig, wenn bisherige Auslegung 70/55 °C zu hoch ist.
- Heizlast nach DIN EN 12831Heiztechnik
Die Heizlast ist die erforderliche Wärmeleistung, um ein Gebäude bei tiefster Außentemperatur auf Solltemperatur zu halten. Typische Heizlast unsaniertes EFH: 12–20 kW, nach Vollsanierung: 4–8 kW.
- Heizungsoptimierung (BEG EM-förderfähig)Förderung
Die Heizungsoptimierung umfasst alle Maßnahmen zur effizienten Einstellung bestehender Heizsysteme: hydraulischer Abgleich, Pufferspeicher, Hocheffizienzpumpen. BEG-Fördersatz: 15%. Typische Energieeinsparung: 10–20%.
- Hygrothermische SimulationBauphysik
Die hygrothermische Simulation berechnet instationäre Feuchte- und Temperaturverläufe in Bauteilen über mehrere Jahre unter realen Klimabedingungen. Notwendig bei Innendämmung, Flachdächern, Holzbau und Denkmalschutz.
I
- Infiltration (siehe Fugenlüftung)Bauphysikvoir Fugenlüftung
Infiltration bezeichnet den unkontrollierten Lufteintritt durch Undichtigkeiten der Gebäudehülle, verursacht durch Wind- und Temperaturdifferenzen. Erhöht den Lüftungswärmeverlust erheblich. Messung über Blower-Door-Test.
- InnendämmungDämmung
Innendämmung ist das Anbringen von Dämmung auf der Raumseite von Außenwänden. Anwendung bei denkmalgeschützten Fassaden, Grenzbebauung. Zwingend: hygrothermischer Nachweis. Systeme: Kalziumsilikat, Holzfaser, Vakuumdämmung.
- Inverter-TechnologieWärmepumpe
Die Inverter-Technologie ermöglicht stufenlose Drehzahlregelung des Verdichters einer Wärmepumpe. Vorteile: Anpassung an Bedarf, höhere JAZ, weniger Taktung, leiserer Betrieb. Standard bei modernen Luft-Wasser-WP.
- iSFP — individueller SanierungsfahrplanFörderung
Der iSFP ist ein gefördertes, strukturiertes Sanierungskonzept über 15–20 Jahre mit konkreten Maßnahmenpaketen. Förderung: 80% der Beratungskosten (max. 1.300 € für EFH). Vorteil: 5% Extra-Bonus auf BEG-Förderung.
J
- JahresheizwärmebedarfEnergieausweis
Der Jahresheizwärmebedarf ist die theoretisch benötigte Wärmemenge zur Beheizung eines Gebäudes über ein Jahr bei Normbedingungen. Unsanierter Altbau: 150–250 kWh/(m²·a), KfW 55: unter 55 kWh/(m²·a).
- Jahresprimärenergiebedarf (Qₚ)Energieausweis
Der Jahresprimärenergiebedarf ist der Endenergiebedarf multipliziert mit dem Primärenergiefaktor. Maßzahl für die ökologische Gesamteffizienz nach GEG. Entscheidend für KfW-Förderstufen.
K
- Kapillaraktive InnendämmungDämmung
Kapillaraktive Innendämmsysteme können Feuchtigkeit durch Kapillarkräfte aufnehmen, verteilen und an die Raumluft abgeben. Typische Anwendung: Denkmalschutz, Fachwerk. Voraussetzung: fachgerechte Detailplanung, keine Dampfsperre.
- KellerdeckendämmungDämmung
Die Kellerdeckendämmung ist die Dämmung der Decke über unbeheizten Kellern von der Unterseite. Vorteile: einfache Montage, geringe Kosten. Ziel-U-Wert nach BEG: ≤ 0,25 W/(m²K). Schnelle Amortisation: 5–8 Jahre.
- KerndämmungDämmung
Kerndämmung ist das nachträgliche Einblasen von Dämmmaterial in den Luftspalt zweischaliger Außenwände. Typische Baujahre: 1950–1985. Kosten: 15–35 €/m². Energieeinsparung: bis zu 25%.
- KfW 458 — Zuschuss HeizungsförderungFörderung
Das KfW-Programm 458 ist seit 2024 die zentrale Zuschussförderung für Heizungstausch in Wohngebäuden. Fördersätze: 30% Basis + Boni (max. 70%). Antragstellung vor Vertragsschluss zwingend.
- KlimageschwindigkeitsbonusFörderung
Der Klimageschwindigkeitsbonus ist ein zeitlich begrenzter Zusatzbonus der BEG-Heizungsförderung: +20% Förderung bei Austausch funktionstüchtiger fossiler Heizungen bis 2028.
- Kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL)Lüftung
Eine kontrollierte Wohnraumlüftung ist eine mechanische Lüftungsanlage mit kontinuierlichem, bedarfsgerechtem Luftwechsel. WRG-Grad 75–95%. Förderfähig über BEG EM (15–20%).
- KreuzwärmetauscherLüftung
Ein Kreuzwärmetauscher ist ein Wärmeübertrager in Lüftungsanlagen, bei dem Ab- und Zuluftströme kreuzweise aneinander vorbeigeführt werden. WRG-Grad: 75–95%. Standard in KfW-Effizienzhäusern.
L
- Lambda-Wert (λ) / WärmeleitfähigkeitDämmung
Der Lambda-Wert gibt an, wie viel Wärme ein Material bei 1 m Dicke und 1 Kelvin Temperaturdifferenz durchlässt. Mineralwolle 0,032–0,040, Vakuumdämmung 0,004–0,008 W/(mK). Basis für U-Wert-Berechnung.
- LastmanagementPhotovoltaik
Lastmanagement bezeichnet die intelligente Steuerung elektrischer Verbraucher zur Optimierung von Eigenverbrauch, Netzdienlichkeit und Stromkosten. Einsparung: 10–30%. Förderung über KfW 442.
- Lüftungskonzept nach DIN 1946-6Lüftung
Das Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 ist bei Neubau und umfassender Sanierung verpflichtend. Es prüft, ob zum Feuchteschutz ausreichende Lüftung ohne aktive Nutzerhandlung gewährleistet ist. Kosten: 300–800 €.
- LüftungswärmeverlustBauphysik
Der Lüftungswärmeverlust ist die Wärmeenergie, die durch den Austausch warmer Raumluft gegen kalte Außenluft verloren geht. Reduzierung durch luftdichte Hülle und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (bis 90% Einsparung).
M
- Mindestwärmeschutz (siehe Grenzwert)Bauphysikvoir Grenzwert / Mindestwärmeschutz
Der Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 definiert die Mindestanforderungen an den Wärmeschutz von Bauteilen zum Schutz vor Tauwasserbildung und Schimmel. Außenwand 0,35 W/(m²K), Dach 0,24 W/(m²K).
- ModernisierungsempfehlungEnergieausweis
Die Modernisierungsempfehlung ist ein Pflichtbestandteil jedes Energieausweises. Sie enthält konkrete, wirtschaftlich sinnvolle Vorschläge zur energetischen Verbesserung. Keine Verpflichtung zur Umsetzung.
- MonoenergetischWärmepumpe
Monoenergetisch bedeutet, dass eine Wärmepumpe bei sehr tiefen Außentemperaturen durch einen elektrischen Heizstab unterstützt wird. Es kommt nur ein Energieträger (Strom) zum Einsatz, aber zwei Wärmeerzeuger.
N
- n₅₀-WertBauphysik
Der n50-Wert ist die Luftwechselrate bei 50 Pascal Druckdifferenz. GEG-Grenzwerte: mit Lüftungsanlage ≤ 1,5 h⁻¹, ohne Lüftungsanlage ≤ 3,0 h⁻¹. Passivhaus: ≤ 0,6 h⁻¹.
- Nachweispflicht EnergieausweisGesetz
Die Nachweispflicht verpflichtet Eigentümer bei Verkauf, Vermietung oder Verpachtung zur Vorlage eines gültigen Energieausweises. Seit Mai 2021 müssen Energiekennwerte in Immobilienanzeigen angegeben werden. Bußgeld bis 15.000 €.
- Nahwärmenetz / WärmenetzHeiztechnik
Ein Nahwärmenetz ist ein lokales Leitungsnetz zur Verteilung von Heizwärme und Warmwasser von einer zentralen Erzeugungsanlage zu mehreren Gebäuden. BEG-Förderung Anschluss: 30–35%.
- Niedertemperatur-HeizsystemHeiztechnik
Ein Niedertemperatur-Heizsystem arbeitet mit Vorlauftemperaturen unter 55 °C. Typische Systeme: Fußbodenheizung, große Heizkörper. Ideale Voraussetzung für Wärmepumpen mit hoher JAZ.
- Niveaux Effizienzhaus (Effizienzhaus levels)KfW
Les niveaux Effizienzhaus sont des standards énergétiques de la subvention KfW. Ils indiquent la quantité d’énergie primaire consommée par un bâtiment rénové ou neuf par rapport à un bâtiment de référence GEG. Niveaux courants : Effizienzhaus 85, 70, 55, 40.
P
- PassivhausEnergiestandard
Ein Passivhaus ist ein Gebäudestandard mit maximal 15 kWh/(m²·a) Heizwärmebedarf. Merkmale: exzellente Dämmung, Dreifachverglasung, Luftdichtheit n50 ≤ 0,6, Lüftungsanlage mit WRG > 75%, Wärmebrückenfreiheit.
- PelletheizungHeiztechnik
Eine Pelletheizung ist eine automatische Holzheizung mit genormten Pellets als Brennstoff. Wirkungsgrad über 90%, CO2-neutral. BEG-Förderung: 30% Basis plus Boni. Kosten EFH: 15.000–25.000 €.
- PerimeterdämmungDämmung
Perimeterdämmung ist die Wärmedämmung erdberührter Bauteile (Kellerwände, Bodenplatte) mit druckfesten, wasserunempfindlichen Dämmstoffen wie XPS oder Schaumglas. Kosten: 60–120 €/m². BEG-förderfähig.
- Photovoltaik (PV)Erneuerbare Energien
Photovoltaik wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Typische Anlagengröße EFH: 8–12 kWp, Jahresertrag 900–1.100 kWh/kWp. Investition: 1.200–1.800 €/kWp. Amortisation mit Eigenverbrauch: 10–14 Jahre.
- Point de bivalence (Bivalenzpunkt)Wärmepumpe
Le point de bivalence (Bivalenzpunkt) désigne la température extérieure à partir de laquelle une pompe à chaleur ne suffit plus à elle seule et où un second générateur de chaleur (par ex. résistance électrique ou chaudière à gaz) est activé. Les valeurs typiques se situent entre -3 °C et -10 °C.
- Pont thermique (Wärmebrücke)Bauphysik
Un pont thermique est un endroit de l’enveloppe du bâtiment où plus de chaleur s’échappe que dans les éléments voisins — par ex. aux raccords de balcon, aux linteaux de fenêtres, aux dalles d’étage. Conséquences : déperdition de chaleur accrue, risque de moisissure, bilan énergétique dégradé.
- Primärenergiebedarf (siehe Jahresprimärenergiebedarf)Energieausweisvoir Jahresprimärenergiebedarf
Der Primärenergiebedarf ist der zentrale Bewertungsmaßstab des GEG und der KfW-Förderung. Berechnung: Qp = Qe × fp. KfW 55: Qp ≤ 55% des Referenzgebäudes, KfW 40: ≤ 40%.
- PufferspeicherHeiztechnik
Ein Pufferspeicher ist ein thermisch isolierter Wassertank (300–2.000 Liter) zur zeitlichen Entkopplung von Wärmeerzeugung und -abnahme. Vorteile: weniger Brennerstart, längere Laufzeiten, höherer Wirkungsgrad.
Q
- QNG — Label de qualité bâtiment durable (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude)KfW
Le QNG (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude, label de qualité bâtiment durable) est un label d’État qui évalue les aspects écologiques, sociaux et économiques des bâtiments. Obligatoire pour la classe NH dans la subvention KfW 261/297.
- Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (siehe QNG)Nachhaltigkeitvoir QNG-Siegel
Das QNG-Siegel ist ein staatliches Gütesiegel für Gebäude, die neben Energieeffizienz auch ökologische, soziokulturelle und ökonomische Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Pflicht für NH-Klasse bei KfW 261/297.
R
- Raumluftqualität / CO₂-KonzentrationLüftung
Die Raumluftqualität wird maßgeblich durch die CO2-Konzentration bestimmt. Gute Raumluftqualität liegt unter 1.000 ppm, ab 1.400 ppm drohen Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Kontrollierte Wohnraumlüftung sichert konstante Qualität.
- ReferenzgebäudeverfahrenGEG
Das Referenzgebäudeverfahren ist die Berechnungsmethode nach GEG § 16–18 zum Nachweis der energetischen Mindestanforderungen. Das reale Gebäude wird mit einem fiktiven Referenzgebäude gleicher Geometrie und Standardbauteilen verglichen. Grundlage für alle GEG-Nachweise.
- Regenerative EnergienErneuerbare Energien
Regenerative Energien sind Energiequellen, die sich kontinuierlich erneuern: Solar, Umweltwärme, Biomasse, Wind, Wasser, Geothermie. GEG 2024 fordert ab 2024 65% erneuerbare Energien bei Heizungstausch in Neubaugebieten.
- Rollladenkasten-DämmungDämmung
Rollladenkästen sind häufige Wärmebrücken in Altbauten (U-Werte 1,5–4,0 W/(m²K)). Sanierung durch Aufdopplung mit Dämmplatten oder Austausch. Energieeinsparung 2–5%, kosteneffiziente Ergänzung zum Fenstertausch.
- RücklauftemperaturHeiztechnik
Die Rücklauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers nach Durchlauf durch die Heizkörper. Niedrige Rücklauftemperaturen sind entscheidend für hohe Effizienz: Brennwertnutzung bei Gas, hohe JAZ bei Wärmepumpen.
S
- Sanierungsfahrplan (siehe iSFP)Förderungvoir iSFP
Der Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein gefördertes, maßgeschneidertes Konzept zur schrittweisen energetischen Sanierung über 15–20 Jahre. Erstellt nach dena-Vorgaben. Jede umgesetzte iSFP-Maßnahme erhält +5% Förderbonus.
- Schallschutz (Fenster)Fenster
Der Schallschutz von Fenstern wird in Schallschutzklassen 1–6 eingeteilt (Rw = 25–50 dB). Standard-Dreifachglas: Klasse 2–3. Erhöhter Schallschutz durch asymmetrischen Aufbau und Schallschutzfolien.
- Schimmel / SchimmelvermeidungBauphysik
Schimmelbildung tritt auf, wenn relative Luftfeuchte an Bauteiloberflächen dauerhaft > 80% liegt. Vermeidung durch ausreichende Dämmung, Wärmebrückensanierung, luftdichte Ausführung und Lüftung.
- SCOP (Seasonal Coefficient of Performance)Wärmepumpe
Der SCOP ist die jahreszeitbereinigte Leistungszahl einer Wärmepumpe nach EU-Verordnung 813/2013. Realitätsnäher als COP, aber Laborwert. SCOP Heizung: 3,0–5,0. Wichtig für EU-Energielabel und Vorauswahl.
- SG-ReadyWärmepumpe
SG-Ready (Smart Grid Ready) ist ein Schnittstellenstandard für Wärmepumpen zur intelligenten Netzintegration. Vier Betriebsmodi über zwei Steuerkontakte ermöglichen Eigenverbrauchsoptimierung und Netzdienlichkeit.
- Smart Home / GebäudeautomationHeiztechnik
Smart Home umfasst die intelligente Steuerung von Heizung, Lüftung, Beleuchtung und Beschattung. Ziele: Komfort, Energieeinsparung (10–20%), Lastmanagement. Förderfähig über KfW 433 bei Gesamtkonzept.
- SockeldämmungDämmung
Die Sockeldämmung ist die oberirdisch sichtbare Dämmung des Kellermauerwerks am Übergang Erdreich/Außenluft. Material: druckfester Dämmstoff (XPS, EPS grau). U-Ziel: < 0,25 W/(m²K). Vermeidet Wärmebrücke am Wandfuß.
- Solare WärmegewinneBauphysik
Solare Wärmegewinne sind kostenlose Heizenergie durch Sonneneinstrahlung über Fenster. Typisch: 20–50 kWh/(m²·a) je m² Südfenster. Reduzieren den Heizwärmebedarf um 10–30%.
- Sole-Wasser-Wärmepumpe (siehe Erdwärmepumpe)Wärmepumpevoir Erdsonde
Die Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt Erdwärme über Erdkollektoren oder Erdsonden. Sehr hohe JAZ (4,0–5,5), geringe Betriebskosten. Kosten: 25.000–40.000 € im EFH. BEG-Förderung: 30% Basis plus Boni.
- Sommerlicher WärmeschutzBauphysik
Der sommerliche Wärmeschutz nach GEG § 14 / DIN 4108-2 verhindert Überhitzung im Sommer. Maßnahmen: außenliegender Sonnenschutz, Nachtlüftung, hohe Speichermasse, Verschattung. Verpflichtend bei Neubau.
- Spreizung (Heizung)Heiztechnik
Die Spreizung ist die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf. Typisch: 10–20 K bei Heizkörpern, 5–10 K bei Fußbodenheizung. Große Spreizung = effizienter Energietransport. Bei Wärmepumpen optimiert kleine Spreizung die JAZ.
- Strombetriebene WärmepumpeWärmepumpe
Strombetriebene Wärmepumpen sind der häufigste Wärmepumpentyp. Ein elektrischer Verdichter hebt Umweltwärme auf Heizniveau. JAZ typisch 3,0–5,0. Kombination mit PV-Anlage senkt Betriebskosten deutlich.
T
- Taupunkt / TaupunkttemperaturBauphysik
Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der Luftfeuchtigkeit zu kondensieren beginnt. Fällt die Oberflächentemperatur unter den Taupunkt, entsteht Kondensat. Schimmelgefahr ab 80% relativer Luftfeuchte.
- Thermografie / WärmebildkameraBauphysik
Die Thermografie ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Oberflächentemperaturen mittels Infrarotkamera. Anwendung: Aufdeckung von Wärmebrücken, Dämmfehlern, Luftleckagen. Kosten 300–800 € für EFH.
- TilgungszuschussKfW
Der Tilgungszuschuss ist ein nicht rückzahlbarer Anteil eines KfW-Kredits. Höhe abhängig von Effizienzhaus-Stufe (5–20%), plus 5% bei EE-Klasse und 5% bei NH-Klasse. Max. 30% (= 36.000 €/WE bei EH 40 EE/NH).
- TransmissionswärmeverlustBauphysik
Der Transmissionswärmeverlust ist der Wärmeverlust durch die Gebäudehülle aufgrund von Temperaturdifferenzen. Typisch 50–70% des gesamten Wärmeverlusts. Kennzahl H't wichtig für GEG-Nachweis (H't ≤ H't,Ref × 1,15).
- TrittschalldämmungDämmung
Trittschalldämmung reduziert Gehgeräusche zwischen Geschossen. Lösung: schwimmender Estrich auf Trittschalldämmplatten. DIN 4109: L'n,w ≤ 53 dB. Bei Geschossdeckendämmung kombinierbar.
U
- U-Wert / WärmedurchgangskoeffizientBauphysik
Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil pro m², Zeit und Kelvin fließt. Einheit: W/(m²K). Je niedriger, desto besser. Wichtigste Kennzahl in der energetischen Sanierung.
- UmweltwärmeWärmepumpe
Umweltwärme ist die in Luft, Erdreich oder Wasser gespeicherte Niedertemperatur-Wärmeenergie, die von Wärmepumpen nutzbar gemacht wird. Regenerativ und kostenlos, Primärenergiefaktor fp = 0,0.
- UntersparrendämmungDämmung
Die Untersparrendämmung ist eine zusätzliche Dämmschicht unterhalb der Dachsparren (30–60 mm). Ergänzung zur Zwischensparrendämmung. Reduziert Wärmebrücken durch Sparren. Achtung auf Dampfbremse raumseitig.
- Uw-Wert (Fenster-Gesamt-U-Wert)Fenster
Der Uw-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient des gesamten Fensters inkl. Rahmen und Verglasung. GEG-Anforderung Neubau: ≤ 1,3 W/(m²K). BEG-Förderung: ≤ 0,95 W/(m²K).
V
- VerbrauchsausweisEnergieausweis
Der Verbrauchsausweis basiert auf dem tatsächlichen Energieverbrauch der letzten 3 Jahre. Günstig (150–250 €), aber abhängig vom Nutzerverhalten. Keine Grundlage für KfW/BAFA-Förderung. Bei Sanierungen: Bedarfsausweis Pflicht.
- Vollwärmeschutz (siehe WDVS)Dämmungvoir WDVS
Vollwärmeschutz ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Wärmedämmverbundsysteme (WDVS). Dämmplatten werden verklebt, verdübelt und verputzt. Kosten 80–150 €/m², BEG-Förderung bei U ≤ 0,20 W/(m²K).
- VorlauftemperaturHeiztechnik
Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers beim Verlassen des Wärmeerzeugers. Niedrige Werte erhöhen Effizienz: Brennwertnutzung bei Gas (< 55 °C), hohe JAZ bei Wärmepumpen (< 40 °C optimal).
W
- WandheizungHeiztechnik
Eine Wandheizung ist ein Flächenheizsystem mit Heizrohren in der Wand. Vorlauftemperatur 30–40 °C, ideal für Wärmepumpen. Vorteile: Strahlungswärme, keine Fußbodenaufbauten. Möblierungseinschränkungen.
- WärmebrückenkatalogBauphysik
Ein Wärmebrückenkatalog ist eine Sammlung vordimensionierter Konstruktionsdetails mit berechneten Ψ-Werten. Vereinfacht Planung und GEG-Nachweis. Ziel: Ψ < 0,05 W/(mK) für Effizienzhäuser.
- WärmebrückennachweisBauphysik
Der Wärmebrückennachweis erfolgt im GEG-Nachweis wahlweise durch pauschalen Zuschlag, detaillierte Berechnung oder Gleichwertigkeitsnachweis. Bei Effizienzhäusern meist detailliert oder Gleichwertigkeit nötig.
- Wärmedämmverbundsystem (WDVS)Dämmung
Das WDVS ist das meistgenutzte System zur Außenwanddämmung im Bestand. Dämmplatten werden geklebt/gedübelt, mit Armierung und Oberputz versehen. U-Ziel BEG ≤ 0,20 W/(m²K). Kosten 100–180 €/m².
- Wärmeleitfähigkeit (siehe Lambda-Wert)Bauphysikvoir Lambda-Wert
Die Wärmeleitfähigkeit (λ, Lambda) gibt an, wie gut ein Stoff Wärme leitet. Einheit: W/(mK). Niedriger λ-Wert = gute Dämmwirkung. Basis für U-Wert-Berechnungen.
- Wärmemengenzähler (WMZ)Heiztechnik
Ein Wärmemengenzähler misst die gelieferte Wärmemenge in kWh. Anwendung: Abrechnung, Effizienzüberwachung, JAZ-Bestimmung bei Wärmepumpen. Eichpflichtig, Austausch alle 5–6 Jahre. Kosten 150–400 €.
- Wärmepumpenboiler / Warmwasser-WärmepumpeWärmepumpe
Eine Warmwasser-Wärmepumpe ist ein Kleingerät zur Trinkwassererwärmung. Speichervolumen 200–300 Liter, COP 2,5–4,0. Investition 1.500–3.000 €. Ideal bei PV-Kombination. BEG-förderfähig (30%).
- WärmepumpentarifWärmepumpe
Ein Wärmepumpentarif ist ein spezieller Stromtarif mit niedrigeren Arbeitspreisen (20–28 ct/kWh). Voraussetzung: separater Zähler, Akzeptanz von Sperrzeiten. Einsparpotenzial 500–1.200 €/Jahr.
- WärmeschutznachweisGEG
Der Wärmeschutznachweis ist die verpflichtende GEG-Berechnung bei Neubau und wesentlichen Änderungen. Umfasst Primärenergiebedarf, H't, Mindestwärmeschutz und sommerlichen Wärmeschutz. Grundlage für Baugenehmigung.
- WärmeverteilungHeiztechnik
Die Wärmeverteilung umfasst alle Komponenten, die Wärme zu den Heizflächen transportieren. Verluste 5–15% durch ungedämmte Leitungen. Optimierung: Rohrleitungsdämmung, Hocheffizienzpumpen, hydraulischer Abgleich.
- Widerstandsheizung / DirektheizungHeiztechnik
Widerstandsheizungen wandeln Strom direkt in Wärme um (COP = 1). Sehr ineffizient, 3–4-fache Betriebskosten gegenüber Wärmepumpe. Seit GEG 2020: Einbau als Hauptheizung faktisch verboten. Ausnahme: Infrarot als Zusatz.
Z
- ZeitwertgutachtenWirtschaftlichkeit
Ein Zeitwertgutachten ermittelt den aktuellen Marktwert einer Immobilie. Energetische Sanierungen erhöhen den Verkehrswert um 10–25%. Verfahren nach ImmoWertV. Wichtig bei Verkauf, Beleihung, Erbschaft.
- ZentralheizungHeiztechnik
Eine Zentralheizung versorgt mit einem zentralen Wärmeerzeuger mehrere Räume oder Wohneinheiten. Effizienter als Einzelöfen, zentrale Wartung, hoher Komfort. Arten: Etagenheizung, Gebäudeheizung, Fernwärme.
- Zuluft (siehe Lüftung)Lüftungvoir Kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL)
Zuluft ist die gefilterte Außenluft, die über die Lüftungsanlage ins Gebäude geführt wird. Volumenstrom nach DIN 1946-6: 30 m³/h pro Person. Bei zentralen Anlagen vorgewärmt durch Wärmerückgewinnung.
- Zweifachverglasung / IsolierglasFenster
Zweifachverglasung besteht aus zwei Glasscheiben mit Edelgas-Zwischenraum. Mit Low-E-Beschichtung: Ug = 1,0–1,3 W/(m²K). Heute meist durch Dreifachglas ersetzt. BEG-Förderung nur bei Uw ≤ 0,95 W/(m²K).
- Zweischaliges MauerwerkBauphysik
Zweischaliges Mauerwerk besteht aus tragender Innenschale, Hohl- oder Dämmschicht und nichttragender Außenschale. Sanierung durch Kerndämmung. U-Wert nach Kerndämmung: 0,30–0,50 W/(m²K). Kostengünstigste Außenwand-Sanierung.
- ZwischensparrendämmungDämmung
Die Zwischensparrendämmung ist eine Dämmschicht zwischen den Dachsparren, von innen eingebaut. Dämmstärke 120–180 mm. Kostengünstig. Sparren als Wärmebrücken meist mit Untersparrendämmung ergänzt.