Effizienzhaus-Stufen
Definition
Die Effizienzhaus-Stufen sind das zentrale Klassifizierungssystem der KfW-Förderprogramme für Sanierung (KfW 261) und Neubau (KfW 297/298). Die Zahl gibt den prozentualen Primärenergiebedarf im Vergleich zu einem nach Gebäudeenergiegesetz (GEG) definierten Referenzgebäude an. Ein Effizienzhaus 85 verbraucht also 85 Prozent der Primärenergie des Referenzbaus — ist somit 15 Prozent besser. Ein Effizienzhaus 40 erreicht 40 Prozent und ist damit 60 Prozent besser. Zusätzlich zur reinen Energiekennzahl müssen Anforderungen an den Transmissionswärmeverlust der Gebäudehülle eingehalten werden. Ergänzende Qualifikationen erhöhen den Tilgungszuschuss: Die EE-Klasse fordert, dass mindestens 65 Prozent des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Die NH-Klasse (Nachhaltigkeitsklasse) erfordert zusätzlich das QNG-Siegel. Je höher der Standard, desto höher der Tilgungszuschuss auf den KfW-Kredit.
Wann wird der Begriff verwendet?
Im Sanierungsmarkt sind EH 85, EH 70 und EH 55 die häufigsten Zielstufen. Effizienzhaus 40 ist im Bestandsbau anspruchsvoll und nur mit umfassendem Maßnahmenpaket erreichbar. Die Wahl der Zielstufe wird im Rahmen der Energieberatung anhand der vorhandenen Bausubstanz, des Sanierungsbudgets und der Förderhebel festgelegt. Wichtig: Die Effizienzhaus-Berechnung erfolgt durch einen auf der dena-Expertenliste für die Bundesförderung eingetragenen Energieeffizienz-Experten (EEE). Die Berechnungen werden im KfW-Antragsverfahren als Bestätigung zum Antrag (BzA) eingereicht.
Beispiel
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