COP — Coefficient of Performance
Definition
Der COP-Wert bezeichnet die Leistungszahl einer Wärmepumpe in einem festgelegten, stationären Betriebspunkt. Er beschreibt das Verhältnis der abgegebenen Heizleistung in Kilowatt zur aufgenommenen elektrischen Leistung in Kilowatt. Ein COP von 4,0 bedeutet, dass aus 1 kW Strom 4 kW Wärme erzeugt werden. Im Unterschied zur Jahresarbeitszahl (JAZ), die die saisonale, gemittelte Effizienz über ein gesamtes Heizjahr darstellt, ist der COP eine Laborbedingung. Gemessen wird nach der europäischen Norm EN 14511 unter exakt definierten Vorlauf- und Quellentemperaturen. Üblich sind Angaben wie A2/W35 (Außenluft 2°C, Heizungsvorlauf 35°C) oder B0/W35 (Sole-Eintritt 0°C, Vorlauf 35°C). Da der COP stark von der Temperaturdifferenz zwischen Quelle und Senke abhängt, sinkt der Wert mit kälterer Außenluft und höherer Vorlauftemperatur deutlich. Eine seriöse Wärmepumpen-Auslegung berücksichtigt daher mehrere Betriebspunkte und ergänzt den COP durch die JAZ-Berechnung nach VDI 4650.
Wann wird der Begriff verwendet?
In der Praxis der Wärmepumpen-Auslegung dient der COP vor allem dem Vergleich zwischen Geräten und Herstellern. Da unterschiedliche Hersteller ihre COP-Werte oft bei vorteilhaften Bedingungen angeben, ist ein direkter Vergleich nur möglich, wenn dieselben Betriebspunkte zugrunde liegen. Besonders wichtig ist die Angabe der Quelle und Senke: Ein COP von 5,1 bei A7/W35 sagt wenig über die Performance bei winterlicher Auslegungstemperatur aus. Für die spätere Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ist die JAZ entscheidender, da sie auch Defrost-Phasen, Hilfsenergien und reale Betriebsstunden berücksichtigt. Förderfähigkeit nach BAFA-Heizungsförderung wird ebenfalls über die JAZ bewertet, nicht über den COP. Trotzdem bleibt der COP ein wertvolles Vergleichsinstrument bei der ersten Geräteauswahl.
Beispiel
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